Ratgeber · Stand 2026-07-06
Die ehrliche Nachricht zuerst: Viele der bekannten Zuschüsse sind ausgelaufen — weil Balkonkraftwerke so günstig geworden sind, dass Städte die Töpfe umwidmen. Was bundesweit weiter gilt, wo es noch echtes Geld gibt und wie Sie den Stand für Ihre Stadt tagesaktuell prüfen.
Unabhängig vom Wohnort: Der Nullsteuersatz (§ 12 Abs. 3 UStG) macht Balkonkraftwerk, Speicher und Installation seit 2023 mehrwertsteuerfrei — rechnerisch 19 % Ersparnis, direkt im Kaufpreis. Und die Erträge kleiner PV-Anlagen sind einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Beides gilt gesetzlich, dauerhaft und ohne jeden Antrag.
Berlin hat sein Steckersolar-Modul eingestellt, Stuttgart den Zuschuss gestrichen, Sachsen ließ sein 300-€-Programm im Juli 2026 auslaufen. Die Begründung ist überall ähnlich: Die Gerätepreise sind so stark gefallen, dass sich die Anlage auch ohne Zuschuss in wenigen Jahren rechnet. Für Käufer heißt das: Nicht auf Förderung warten — die Wirtschaftlichkeit trägt sich selbst.
Aktiv sind unter anderem München (bis 320 €, München-Pass sogar 95 %), Köln (neue Programme seit Januar 2026), Düsseldorf (50 % bis 600 €, plus Mehrfamilienhaus-Bonus), Mecklenburg-Vorpommern als ganzes Land (500 € Festbetrag) sowie sozial ausgerichtete Programme in Hamburg, Leipzig, Kassel und Freiburg. Wichtig fast überall: Antrag vor dem Kauf stellen.
Förderprogramme ändern sich monatlich — Töpfe leeren sich, neue starten. Der SoliPlex-Förderatlas prüft ausschließlich offizielle Behördenquellen, zeigt zu jedem Programm Quelle, Prüfdatum und Änderungsverlauf und sagt ehrlich „keine Förderung bekannt", wenn es keine gibt. Und die KI-Objektanalyse zeigt die Förderlage Ihres Standorts direkt im Bericht.
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